Allgemeine Infos zur Weiterbildung zur Rehafachperson O+M, LPF und LV
Neues länderübergreifendes Konzept und Angebot:
Experten für die Ausbildung von Rehafachpersonen aus der Schweiz (SZBLIND), Österreich (Odilien-Institut, Graz) und Deutschland (IRIS, Hamburg und blista, Marburg) haben in den vergangenen Jahren intensiv daran gearbeitet, gemeinsame Curricula und Konzepte für eine berufsbegleitende Qualifizierung von Rehafachpersonen zu entwickeln und aufeinander abzustimmen.
Damit besteht seit 2017 ein länderübergreifendes Weiterbildungskonzept für den deutschsprachigen Raum. Die gemeinsam entwickelten Curricula gewähren zusätzlich einen länderübergreifenden Standard in der Qualifizierung.
Den Wünschen vieler Einrichtungen, alternativ zu den Vollzeitangeboten in Hamburg und Marburg auf ein berufsbegleitendes Angebot für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückgreifen zu können wird somit Rechnung getragen.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den oben genannten Spezialisierungen (O+M, LPF, LV) müssen analog zum Vollzeitangebot die gleichen schulischen, beruflichen und sonstigen Voraussetzungen erfüllen. Bevor eine Aufnahme in einer der drei genannten Spezialisierungen (O+M, LPF, LV) möglich ist, muss die erfolgreiche Teilnahme am Grundlagenmodul: "Einführung in das Blinden- und Sehbehindertenwesen und Interdisziplinäres Grundlagenwissen" nachgewiesen werden.
Eine Möglichkeit die Grundlagen zu erwerben besteht für Schweizer Teilnehmer/-innen beim SZBLIND
Informationen und Kontakte zu den Grundlagenmodulen
Für Schweizer/innen:
Schweizerischer Zentralverein für das Blindenwesen (SZBLIND)
Bildung und Forschung, Florian Müller
Schützengasse 4, CH-9001 St. Gallen
Tel:: +41 71 228 57 78
Email:
Infos: https://www.szblind.ch/fuer-fachpersonen/eidgenoessische-pruefungen/reha-experte
Ausbildungmöglichkeiten
TEIL 1: (berufsbegleitend)
Allgemeines Grundlagenmodul
Institut für Erziehungswissenschaft
Philipps-Universität Marburg
Wilhelm-Röpke-Str. 6A Raum +2A05
35032 Marburg
Dr. Sabine Lauber-Pohle
Tel. +49 6421 2823029
E-Mail:
Internet: uni-marburg.de
TEIL 2: (Vollzeit) bei IRIS
Orientierung und Mobilität (O&M)
Das IRIS Institut in Hamburg ist im Vergleich zur blista in Marburg ein kleines Institut. Als Ausbilder arbeitet es durchgehend mit Klienten und bildet parallel dazu neue Fachkräfte aus – und das seit über 40 Jahren.
Institut für Rehabilitation und Integration Sehgeschädigter e.V. (IRIS)
Marschnerstraße 26
22081 Hamburg
Karen Finke
Tel.: +49 40 2293026
E-Mail:
Internet: www.iris-hamburg.org
Teil 2 (Vollzeit oder berufsbegleitend) bei der blista
Orientierung und Mobilität (O&M) und Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF)
Seit Mitte der 70er Jahre werden in der blista Fachkräfte für die Aufgabenfelder O&M und LPF ausgebildet. Zunächst in separaten Kursen, seit 1983 für beide Aufgabenfelder in einem 18 monatigen Vollzeitkurs, staatlich anerkannt seit 2009. Das Ausbilderteam wird in einem Rotationsverfahren regelmäßig durch blista Fachkollegen ergänzt, die aus der direkten Unterrichtpraxis mit Schülern, Rehabilitanden und externen Klienten kommen.
Ab 2020 neu als einjährige Weiterbildung für einen gewählten Schwerpunkt:
O&M oder LPF zur Rehabilitationsfachkraft für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung - Orientierung und Mobilität (O&M)
Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF)
Der zweite Schwerpunkt kann in einem der Folgekurse oder berufsbegleitend nachgeholt werden.
Deutsche Blindenstudienanstalt e.V.(blista)
Am Schlag 2-12
35037 Marburg
Frank Stollenwerk
Tel. +49 6421 606174
E-Mail:
Internet: www.blista.de/reha-fachkraft